Aktuell

LAGA veröffentlicht Hinweise zur Einstufung von titandioxidhaltigen Abfällen

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat Hinweise zur Einstufung titandioxidhaltiger Abfälle veröffentlicht. Damit kann eine Einstufung in gefährliche oder nicht-gefährliche Abfälle in der Praxis leichter vorgenommen werden. Nach der europäischen CLP-Verordnung gilt Titandioxid dann als wahrscheinlich krebserregend, wenn pulverförmige Gemische Titandioxid-Partikel enthalten, die einen aerodynamischen Durchmesser kleiner oder gleich zehn Mikrometer (µm) von mindestens einem Prozent der Gesamtmasse aufweisen.
Den Hinweisen der LAGA zufolge ist eine Prüfung nur bei Abfällen vorzunehmen, die als Spiegeleintrag in der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) gelistet sind und darüber hinaus in staubförmigen, lungengängigen Partikelgrößen vorliegen. Die Prüfung muss vorgenommen werden, wenn sichtbar staubförmige Anteile in der Gesamtzusammensetzung vorliegen oder diese prägen.

Für die analytische Überprüfung wird entweder der Titandioxid-Gehalt der Gesamtfraktion bestimmt oder erst der Pulveranteil gemessen (Partikelgrößen kleiner als 63 Mikrometer als in der abfallwirtschaftlichen Praxis erprobter Siebschnitt) und, falls der Anteil größer als ein Masseprozent des Gesamtabfalls ist, ebenfalls Pulveranteil auf den Titandioxidgehalt überprüft. Liegt der Gehalt TiO2 unter einem Masseprozent, ist der Abfall nicht gefährlich. Nach dieser Methodik als gefährlich eingestufte Abfälle können mit weiteren Untersuchungen der Fraktion ≤10 µm noch differenziert beurteilt werden.

Wenn Sie Fragen haben oder die Hinweise benötigen

Bitte addieren Sie 5 und 6.

Zurück

Liste der aktuellen Themen

Die in Brandenburg geltenden Vollzugshinweise zur Zuordnung von Abfällen zu den Abfallarten eines Spiegeleintrages in der Abfallverzeichnis-Verordnung AVV wurden aktualisiert.

Der Bundesrat hat die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung der BAT Schlussfogerungen (BATC) in Bezug auf die Herstellung von organischen Grundchemikalien (OGC-VwV) verabschiedet.

Das BMU hat am 29.07. den Entwurf einer Verordnung über zentrale Internetportale des Bundes und der Länder (UVP-Portale-Verordnung – UVPPortV) und den Entwurf einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift über das zentrale Internetportal des Bundes (Bundes-UVP-Portal-VwV) veröffentlicht.

Die Zehnte Novelle der Abwasserverordnung (AbwV) wurde am 23. Juni 2020 veröffentlicht und tritt damit in Kraft. Dies betrifft insbes. in Anhang 13 die Holzwerkstoffindustrie, in Anhang 22 die Chemische Industrie und in Anhang 39 die Nichteisenmetallerzeugung.

Der Referentenentwurf zur Umsetzung der BVT-Schlussfolgerungen für Großfeuerungsanlagen LCP (incl. Abfallmitverbrennung) und organische Grundchemkalien LVOC in der 13. und 17. BImSchV ist zur Anhörung versandt.

Seit Anfang Juni gelten die neuen Vorschriften der Bundeskompensationsverordnung, die den naturschutzrechtlichen Ausgleich und Ersatz bei Vorhaben der öffentlichen Infrastruktur und industriellen Vorhaben neu regeln.

Das BMU hat einen Referentenentwurf der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung der Schlussfolgerungen über die besten verfügbaren Techniken für die Abfallbehandlung veröffentlicht.

Die Bundesregierung plant, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, die derzeit wegen der Einschränkungen durch die Chorona Pandemie ins Stocken geraten sind.